Skiurlaub mit Hund in Österreich: So planen Sie entspannte Wintertage

Skiurlaub mit Hund in Österreich: So planen Sie entspannte Wintertage

Skifahren und Urlaub mit Hund lassen sich gut verbinden. Entscheidend sind eine passende Unterkunft, verlässliche Betreuung und Zeit für gemeinsame Winterspaziergänge.
Dieser Blogbeitrag wurde von Bjorn Schwarte, dem Mitgründer von Ferienhaus-Tirol.eu, verfasst.

Im Winter verwandeln sich die Alpweiden in ein weißes Spielparadies. Ein Wintersporturlaub mit Hund erfordert etwas mehr Planung, kann aber genauso viel Spaß machen. Stellen Sie sich vor: gemütliche Hütten, Winterspaziergänge durch frischen Schnee und gemeinsame Abende vor dem Kamin.
​​​​​​​Wichtig ist, dass Sie eine hundefreundliche Winterunterkunft wählen. Ein Chalet oder eine Wohnung direkt an der Piste hat den Vorteil, dass Sie Ihren Hund zwischendurch problemlos besuchen können.

​​​​​​​Alle hundefreundliche Unterkünfte in Österreich finden Sie unter Ferienhaus mit Hund.

1. Planen Sie die Skitage auch aus Sicht Ihres Hundes

Die wichtigste Frage lautet: Wer kümmert sich um Ihren Hund, während Sie Ski fahren? Wenn Sie als Familie oder mit Freunden reisen, können Sie sich abwechseln. Vielleicht fährt ohnehin jemand weniger Ski und freut sich auf Winterspaziergänge.

Möchten alle gleichzeitig auf die Piste, organisieren Sie eine geeignete Betreuung möglichst vor der Reise und klären Sie die tatsächliche Verfügbarkeit. Fragen Sie Ihren Gastgeber nach örtlichen Angeboten und informieren Sie sich direkt beim Hundesitter oder der Hundepension über Voraussetzungen und Betreuungszeiten.

Planen Sie außerdem gemeinsame Zeit ein. Ein Spaziergang vor dem Skifahren, eine längere Runde am Nachmittag und ruhige Stunden in der Unterkunft geben dem Tag einen angenehmen Rhythmus.

2. Wählen Sie eine Unterkunft, die passt

Ein Ferienhaus, Chalet oder Apartment bietet Ihnen die Möglichkeit, den Tagesablauf selbst zu gestalten. Prüfen Sie vor der Buchung, wie viele Hunde erlaubt sind und welche Kosten entstehen.

Ein Ferienhaus direkt an der Piste kann kurze Wege ermöglichen. Prüfen Sie trotzdem die tatsächliche Rückkehrmöglichkeit: Nicht jede Abfahrt führt zur Unterkunft, und eine Lage am Berg kann die Spaziergänge mit dem Hund erschweren.
Auf Ferienhaus-Tirol.eu können Sie Ferienhäuser und andere Unterkünfte in Österreich suchen, in denen Hunde erlaubt sind. Achten Sie bei jeder Unterkunft auf die Angaben zu Haustieren und zur Lage.

Winter in Oostenrijk met je hond

3. Ein vertrauter Rückzugsort in der Unterkunft

Geben Sie Ihrem Hund nach der Ankunft Zeit, die Unterkunft kennenzulernen. Seine eigene Decke oder sein gewohntes Hundebett können ihm helfen, sich in der neuen Umgebung wohlzufühlen. Wählen Sie dafür einen ruhigen Platz, an dem er nach Spaziergängen ungestört ausruhen kann.

Die vertraute Hundebox mitnehmen
Wenn Ihr Hund an eine Hundebox gewöhnt ist und dort entspannt ruht, können Sie diese mitnehmen. Eine vertraute, offen zugängliche Box kann ihm auch im Urlaub einen bekannten Rückzugsort bieten. Behalten Sie möglichst die gewohnten Fütterungs-, Spazier- und Ruhezeiten bei. So findet Ihr Hund leichter in den Urlaubsalltag.

4. Gemeinsam unterwegs: Winterwanderungen und Hundeloipen

Für die gemeinsame Zeit sind ausgewiesene Winterwanderwege eine gute Wahl. Wählen Sie Länge, Steigung und Untergrund passend zu Ihrem Hund. Ein geräumter Weg durch das Tal kann angenehmer sein als eine lange Tour durch tiefen Schnee.
Prüfen Sie vor dem Aufbruch den aktuellen Wegzustand und beachten Sie Sperrungen sowie die örtlichen Leinenregeln. Diese konkreten Beispiele helfen Ihnen bei der Auswahl einer Urlaubsregion:

Seefeld: Winterwanderungen mit Hund
Die Region Seefeld stellt ausdrücklich Winterwanderungen für Hundehalter vor. Dazu gehört eine Route von Seefeld durch verschneite Wälder zur Triendlsäge. Wählen Sie die Strecke entsprechend der Kondition Ihres Hundes und den aktuellen Bedingungen.

​​​​​​​Für Langläufer mit Hund gibt es außerdem die Hundeloipe A3 Torfstich im Wildmoosgebiet. Informieren Sie sich vorab über Öffnungsstatus, Anreise und Nutzungsbedingungen

Exploring together: winter walks and dog-friendly cross-country trails

Saalbach Hinterglemm: Spaziergänge entlang der Saalach
Die Glemmtal-Promenade führt entlang der Saalach von Hinterglemm in Richtung Jausern. Die Tourismusorganisation beschreibt den geräumten Weg ausdrücklich als Möglichkeit für Spaziergänge mit Hund. Für einen gemeinsamen Nachmittag können Sie einen passenden Abschnitt wählen, statt die gesamte Strecke zu gehen.

Pertisau am Achensee: ausgewiesene Hundeloipe
Wenn Sie langlaufen möchten, gibt es in Pertisau am Achensee eine zwei Kilometer lange Hundeloipe. Sie wird für klassischen Langlauf und Skating präpariert. Prüfen Sie vor dem Besuch, ob die Strecke geöffnet ist und welche Nutzungsbedingungen gelten

Normale Langlaufloipen sind nicht automatisch für Hunde freigegeben
In Seefeld ist die Mitnahme beispielsweise grundsätzlich untersagt; ausgenommen ist die ausdrücklich ausgewiesene Hundeloipe. Eine Hundeloipe ist außerdem nicht automatisch ein Spazierweg. Für eine Runde zu Fuß wählen Sie einen Winterwanderweg
Weitere Hinweise zur Routenwahl, zu Pausen und zu örtlichen Leinenregeln finden Sie in unserem Blog „Wandern in Österreich mit Hund: Worauf sollten Sie achten?“

Mit Hund auf die Skipiste?
Nehmen Sie Ihren Hund nicht mit auf Skiabfahrten und nutzen Sie Skipisten nicht als Gassiroute. In Sölden sind Hunde auf den Pisten beispielsweise ausdrücklich verboten, obwohl sie in bestimmten Zubringerbahnen mitfahren dürfen. Eine erlaubte Bergbahnfahrt bedeutet somit keine Erlaubnis für die Piste.
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​​​​​​​Wählen Sie für gemeinsame Spaziergänge geöffnete, ausgewiesene Winterwanderwege. Auch ein Gelände direkt neben der Piste ist nicht automatisch ein geeigneter Wanderbereich.

5. Darf Ihr Hund mit Ihnen auf den Skilift oder in die Gondel fahren?

Ja, in vielen Fällen kann Ihr Hund einfach mit Ihnen auf den Berg fahren! In den meisten Gondeln und Seilbahnen in Österreich sind angeleinte Hunde erlaubt. Oft ist auch ein Maulkorb vorgeschrieben oder empfohlen und manchmal wird eine kleine Gebühr verlangt. Erkundigen Sie sich an der Talstation nach den Regeln der jeweiligen Bahn. Manchmal darf Ihr Hund kostenlos als „Passagier“ mitfahren, manchmal wird eine kleine Gebühr fällig.  Vergewissern Sie sich, dass Ihr Hund das Einsteigen gewöhnt ist und mit dem Schwindelgefühl wackeliger Kabinen umgehen kann. In geschlossenen Gondeln ist dies in der Regel kein Problem. Viele Hunde genießen in aller Ruhe die Aussicht, sobald sie über der Baumgrenze schweben.

Darf Ihr Hund mit in die Bergbahn?

Offene Sessellifte
Je nach Gebiet variieren die Bestimmungen für offene Sessellifte. Manche Sessellifte lassen Hunde zu, sofern sie klein genug sind, um auf dem Schoß Platz zu finden, oder sehr ruhig sind. Bedenke jedoch, dass ein solcher offener Lift für ein Tier aufregend sein kann. Sicherheit geht vor! Oft kannst du als Alternative mit einer Gondel oder über einen Wanderweg hinaufgelangen. In beliebten Wandergebieten gibt es spezielle „Hundegondeln” oder entsprechende Vorschriften. So sind beispielsweise in der Gondel zum Dachstein-Krippenstein im Salzkammergut angeleinte und mit einem Maulkorb versehene Vierbeiner erlaubt. Oben erwarten euch oft wunderschöne Panoramablicke und Wanderrouten, die ihr gemeinsam genießen könnt.

6. Ihr Hund ist auf Skiern nicht erlaubt

Gut zu wissen: Ihr Hund kann zwar mit Ihnen aufsteigen, aber das Abfahren mit Hund ist nicht gestattet. Auf den präparierten Pisten selbst dürfen Hunde nicht spazieren gehen oder laufen – das ist sowohl für den Hund als auch für die Skifahrer gefährlich.  Wenn Sie im Winter mit Ihrem Hund in die Berge gehen möchten, um zum Beispiel im Schnee spazieren zu gehen, fahren Sie mit dem Lift hinauf und wählen Sie Winterwanderwege oder ruhige Gebiete neben den Pisten auf dem Gipfel. In vielen Skigebieten gibt es markierte Winterwanderwege, die von den belebten Pisten getrennt sind.

7. Tipps zur Winterpflege für Ihren Hund

Kälte und Schnee erfordern einige zusätzliche Vorsichtsmaßnahmen für Ihren vierbeinigen Freund. Einige praktische Wintertipps, damit Ihr Hund glücklich und gesund bleibt:

Schützen Sie die Pfoten:
Schnee kann sich zwischen den Zehen verklumpen und festfrieren, was für den Hund sehr unangenehm ist. Schneiden Sie die Haare zwischen den Zehen deshalb kurz, damit der Schnee weniger haften bleibt. Cremem Sie die Pfoten vor dem Spaziergang mit Pfotenwachs oder Vaseline ein, um sie vor Schnee und Streusalz zu schützen. Spülen Sie die Pfoten nach dem Spaziergang mit lauwarmem Wasser ab, um Salzreste zu entfernen.

Achten Sie auf Streusalz und Steine:
In Wintersportorten werden Straßen und Gehwege gestreut. Salz kann die Fußsohlen reizen und kleine Kieselsteine können zwischen den Zehen stecken bleiben. Halten Sie Spaziergänge auf stark gestreuten Flächen daher kurz und gehen Sie lieber im frischen Schnee daneben. Kontrollieren Sie anschließend die Pfoten auf Risse oder Rötungen.

Lassen Sie Ihren Hund keinen Schnee fressen:
Hunde lieben es zwar, durch den Schnee zu stapfen, doch das Verschlucken großer Schneemengen kann zu Magenverstimmungen führen. Versuchen Sie deshalb, Ihren Hund davon abzuhalten, ganze Schneebrocken zu verschlingen. Nehmen Sie notfalls etwas Futter mit, um ihn abzulenken, wenn er immer wieder Schnee fressen möchte.!

Wärme für Kurzhaar- und kleine Hunde:
Nicht jeder Hund ist für stundenlange Aufenthalte in der Kälte gemacht. Kleinen Rassen und kurzhaarigen Hunden kann schnell kalt werden. Ein Hundemantel oder -pullover kann Abhilfe schaffen. Alternativ können Sie Ihren Hund in eine Decke einwickeln, wenn Sie in der Kälte eine Pause auf der Terrasse machen. Stellen Sie drinnen einen warmen Platz zur Verfügung, z. B. ein Körbchen in der Nähe der Heizung, wo sich Ihr Hund nach dem Schneespaß abtrocknen und aufwärmen kann. Zwischen dem Spielen ist es wichtig, dass Ihr Hund ausreichend trinkt, auch wenn es kalt ist – er kann in der winterlichen Bergluft genauso dehydrieren wie im Sommer. Geben Sie ihm lauwarmes Wasser, damit es nicht zu kalt ist.

8. Was gehört für Ihren Hund ins Gepäck?

Neben Ihren Skisachen sollten Sie die vertrauten Dinge Ihres Hundes einpacken:

  • Gewohntes Futter sowie Futter- und Wassernapf
  • Eigene Decke oder Hundebett
  • Hundebox, sofern Ihr Hund sie gewohnt ist und sich darin wohlfühlt
  • Leine, Geschirr und Kotbeutel
  • Passender Maulkorb für Fahrten, bei denen er vorgeschrieben ist
  • Handtücher für nasses Fell und schmutzige Pfoten
  • Bei Bedarf geeigneter Kälteschutz und Pfotenpflege
  • Benötigte Medikamente und Reiseunterlage
Was gehört für Ihren Hund ins Gepäck?

Prüfen Sie vor der Abreise die aktuellen Einreisevoraussetzungen für Ihren Hund. Speichern Sie auch die Kontaktdaten einer Tierarztpraxis am Urlaubsort, damit Sie diese bei Bedarf schnell finden.

Gut vorbereitet in den gemeinsamen Winterurlaub

Ein gelungener Skiurlaub mit Hund beginnt mit einem passenden Tagesablauf. Wenn Betreuung, Spazierwege und Unterkunft zusammenpassen, können Sie Ihre Skizeit genießen und anschließend gemeinsam die Winterlandschaft entdecken.

Vergleichen Sie auf Ferienhaus-Tirol.eu Ferienhäuser und andere Unterkünfte in Österreich, in die Sie Ihren Hund mitnehmen dürfen. Prüfen Sie dabei die Lage zum Skigebiet und die Bedingungen für Ihren Hund.

Häufige Fragen zum Skiurlaub mit Hund in Österreich

Darf mein Hund auf die Langlaufloipe?
Normale Langlaufloipen sind nicht automatisch für Hunde freigegeben. Nutzen Sie deshalb nur ausdrücklich ausgewiesene Hundeloipen und informieren Sie sich vor Ort über die geltenden Regeln. Auch eine Hundeloipe ist nicht automatisch ein Spazierweg: Wenn Sie mit Ihrem Hund zu Fuß unterwegs sind, wählen Sie einen dafür vorgesehenen Winterwanderweg.

Darf mein Hund mit in die Gondel?
Bei verschiedenen österreichischen Bergbahnen ist das möglich. Prüfen Sie die Regeln der konkreten Anlage: Leine, Maulkorb und ein eigenes Ticket können vorgeschrieben sein. Beispiele sind die Bergbahnen auf die Schmittenhöhe, das Kitzsteinhorn und den Dachstein Krippenstein.


Ich bin René Schwarte, Gründer und Miteigentümer von Ferienhaus-Tirol.eu. Seit vielen Jahren bin ich im Bereich der Ferienhausvermietung tätig – mit tiefem Verständnis für die Wünsche deutscher Urlauber.

Mit Ferienhaus-Tirol.eu bieten wir Ihnen ein großes, sorgfältig zusammengestelltes Angebot an Ferienhäusern, Chalets und Gruppenunterkünften in ganz Österreich. Ob zu zweit oder mit einer Gruppe von bis zu 50 Personen – bei uns finden Sie die passende Unterkunft.

Unsere Website ist dreisprachig (Deutsch, Niederländisch und Englisch), und wir sprechen selbstverständlich fließend Deutsch. So können Sie sich auf kompetente Beratung und einen reibungslosen Buchungsprozess verlassen.

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René Schwarte

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