Mit dem Hund im Zug, Bus oder in der Gondel durch Österreich: Erfahren Sie, welche Regeln für Maulkorb, Transportbox und Hundetickets gelten.
Dieser Blogbeitrag wurde von Bjorn Schwarte, dem Mitgründer von Ferienhaus-Tirol.eu, verfasst.
Mit dem Regionalbus zum Wanderweg, mit dem Zug zum nächsten Ausflugsziel oder mit der Gondel auf den Berg: Auch mit Hund können Sie in Österreich viele Wege ohne Auto zurücklegen. Wenn Sie die Beförderungsregeln kennen und Ihren Hund auf die Fahrt vorbereiten, lässt sich der öffentliche Verkehr gut in Ihre Urlaubsplanung einbeziehen.
Die Bedingungen sind allerdings nicht überall gleich. Ob Ihr Hund ein Ticket braucht, in einer Transportbox reisen darf oder einen Maulkorb tragen muss, hängt vom Verkehrsunternehmen und der jeweiligen Verbindung ab.
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Bei vielen österreichischen Verkehrsunternehmen dürfen Hunde mitfahren. Häufig wird zwischen kleinen Tieren in geeigneten Transportbehältern und Hunden unterschieden, die außerhalb einer Box reisen. Für Letztere gelten üblicherweise Leinen- und Maulkorbpflicht sowie gegebenenfalls ein eigener Fahrpreis.
Prüfen Sie vor einem Ausflug diese 3 Punkte:
Bei einer Fahrt mit mehreren Verkehrsmitteln sollten Sie jeden Abschnitt berücksichtigen. Die Regeln für den Zug müssen nicht mit denen des anschließenden Regionalbusses oder der Bergbahn übereinstimmen.
Ein kleiner Hund reist nicht automatisch kostenlos, nur weil er auf Ihren Schoß passt. Bei den ÖBB können kleine, ungefährliche Tiere in geeigneten Transportbehältern kostenlos mitgenommen werden. Reist Ihr Hund außerhalb eines solchen Behälters, braucht er ein Ticket sowie Maulkorb und Leine.
Auch die Wiener Linien sehen eine kostenlose Mitnahme kleiner Hunde in einem tiergerechten Transportbehälter vor. Die Größe Ihres Hundes allein reicht dafür nicht aus.
Falls Sie eine Transporttasche oder Box verwenden möchten, kontrollieren Sie die Anforderungen des Betreibers. Gewöhnen Sie Ihren Hund bereits zu Hause daran, damit der Behälter während der Fahrt ein vertrauter Platz ist.
Wenn Ihr Hund außerhalb eines geeigneten Transportbehälters reist, sind bei vielen Verkehrsunternehmen Leine und Maulkorb gleichzeitig vorgeschrieben. Bei den ÖBB und den Wiener Linien ist das beispielsweise der Fall. Diese Vorgabe betrifft auch kleine Hunde, wenn sie ohne entsprechenden Behälter mitfahren.
Es genügt dann nicht, den Maulkorb nur im Rucksack mitzuführen oder erst auf Aufforderung anzulegen. Halten Sie sich während der Fahrt an die geltenden Bedingungen.
Üben Sie das Tragen in kleinen Schritten und mit positiven Erfahrungen, bevor die erste Bus- oder Zugfahrt ansteht. So muss Ihr Hund nicht gleichzeitig mit einem ungewohnten Maulkorb, Fahrzeuggeräuschen und vielen fremden Menschen zurechtkommen.
Ein passender Maulkorb muss ausreichend Platz bieten, damit Ihr Hund hecheln und Wasser aufnehmen kann. Achten Sie auf einen sicheren, bequemen Sitz.
Beachten Sie außerdem, dass Regeln bereits in Stationen gelten können. Bei den Wiener Linien erstreckt sich die Leinen- und Maulkorbpflicht beispielsweise auch auf die Anlagen, etwa U-Bahn-Stationen und Aufzüge.
Dafür gibt es keine einheitliche Antwort für ganz Österreich. Manche Betreiber verlangen ein Hundeticket, andere befördern Hunde unter bestimmten Bedingungen kostenlos.
In den meisten ÖBB-Zügen ist die Mitnahme möglich. Kleine Tiere im geeigneten Transportbehälter reisen kostenlos. Für Hunde außerhalb eines Behälters ist ein eigenes Ticket erforderlich. Ihr Hund bleibt unter Ihrer Aufsicht auf dem Boden und darf nicht auf dem Sitz Platz nehmen.
Prüfen Sie beim Buchen, welchen Hundetarif Sie für Ihre konkrete Verbindung benötigen. Bei internationalen Reisen sollten Sie zusätzlich die Bedingungen der beteiligten Bahngesellschaften berücksichtigen.
Der Verkehrsverbund Tirol weist darauf hin, dass Hunde innerhalb des Verbunds kostenlos mitfahren, aber angeleint sein und einen Maulkorb tragen müssen. Für verbundüberschreitende Fahrten gelten die Bedingungen des jeweiligen Verkehrsunternehmens; hier besteht keine allgemeine kostenlose Mitnahme.
Auch wenn Sie selbst mit einer Gästekarte kostenlos fahren, sollten Sie den Hundetarif gesondert prüfen
Ein Bus zum Wandergebiet kann eine praktische Alternative zum Auto sein. Informieren Sie sich jedoch über die konkrete Linie: Wer betreibt sie, welche Beförderungsbedingungen gelten und benötigen Sie für Ihren Hund ein Ticket?
Gerade für Ausflüge lohnt es sich, die Rückfahrt gleich mitzuplanen. Kontrollieren Sie die letzte Verbindung und lassen Sie zwischen dem Ende Ihrer Wanderung und der Abfahrt genügend Zeit.
Für eine angenehmere Fahrt können Sie:
Bei einem Skibus sollten Sie zusätzlich bedenken, dass Skischuhe, Ski und dicht stehende Fahrgäste für einen ungeübten Hund eine Herausforderung sein können. Eine ruhigere Verbindung kann den Einstieg erleichtern.
Viele Bergbahnen ermöglichen die Mitnahme von Hunden. Die Bedingungen legt jedoch der jeweilige Betreiber fest. Prüfen Sie vorab, ob Ihr Hund in der gewünschten Anlage mitfahren darf und welche Regeln für Ticket, Leine und Maulkorb gelten.
Bei der Schmittenhöhe benötigen Hunde beispielsweise ein eigenes Ticket; in den Seilbahnen sind Leine und Maulkorb vorgeschrieben.
Dass sich die Regeln selbst innerhalb einer Urlaubsregion unterscheiden können, zeigt die SkiWelt Wilder Kaiser–Brixental: Einige Bergbahnen befördern Hunde kostenlos, andere verlangen einen eigenen Fahrpreis. Alle Infos Skiwelt.at
Die Erlaubnis zur Mitnahme in einer Gondel gilt nicht automatisch für einen offenen Sessellift. Fragen Sie für die konkrete Anlage nach, wie Hunde befördert werden.
Überlegen Sie außerdem, ob die Fahrt zu Ihrem Hund passt. Enge Kabinen, bewegliche Einstiege und die Nähe anderer Hunde können ungewohnt sein. Planen Sie genügend Zeit ein und prüfen Sie auch, ob am Berg eine geeignete Route für Ihren gemeinsamen Ausflug beginnt.
Tipps zur Tourenplanung finden Sie in unserem Blog „Wandern in Österreich mit Hund: Worauf sollten Sie achten?“
Für einen Aufenthalt im Schnee lesen Sie auch „Skiurlaub mit Hund in Österreich: So planen Sie entspannte Wintertage“.
Wenn Ihr Hund öffentliche Verkehrsmittel noch nicht kennt, beginnen Sie möglichst mit einer kurzen Fahrt. Eine ruhige Verbindung über wenige Stationen ist ein überschaubarer Einstieg.
Lassen Sie Ihren Hund vorher die Transportbox oder den Maulkorb kennenlernen. Planen Sie am Reisetag ausreichend Zeit für den Weg zur Haltestelle und das Einsteigen ein.
Unterwegs hilft eine vertraute kleine Decke, einen Ruheplatz zu markieren. Halten Sie Ihren Hund nah bei sich und lassen Sie ihn Abstand zu anderen Hunden und Fahrgästen halten. Nicht jeder möchte Kontakt aufnehmen.
Zeigt Ihr Hund deutliches Unbehagen, passen Sie den Ausflug an. Kürzere Fahrten und zusätzliche Pausen können für den Anfang besser passen als ein langer Tag mit mehreren Umstiegen.
Für anerkannte Assistenzhunde bestehen besondere Regelungen. Bei den ÖBB fahren im Behindertenpass eingetragene Assistenzhunde kostenlos mit und benötigen keinen Maulkorb. Auch die Wiener Linien sehen Ausnahmen von Ticket-, Leinen- und Maulkorbpflicht vor.
Informieren Sie sich vor der Reise, welche Nachweise das jeweilige Unternehmen verlangt, insbesondere bei Dokumenten aus dem Ausland.
Bei einer Anreise aus dem Ausland kommen die Reisedokumente hinzu. Mehr dazu erfahren Sie in unserem Blog „Einreise nach Österreich mit Hund: Regeln und Dokumente“.
Bus, Bahn und Bergbahn können viele Ausflüge mit Ihrem Hund erleichtern. Entscheidend sind die Regeln der jeweiligen Betreiber und eine Fahrt, die zu Ihrem Hund passt. Mit der richtigen Ausrüstung und etwas Vorbereitung wird auch der Weg zum Ausflugsziel zu einem entspannten Teil des Urlaubstags.
Ich bin René Schwarte, Gründer und Miteigentümer von Ferienhaus-Tirol.eu. Seit vielen Jahren bin ich im Bereich der Ferienhausvermietung tätig – mit tiefem Verständnis für die Wünsche deutscher Urlauber.
Mit Ferienhaus-Tirol.eu bieten wir Ihnen ein großes, sorgfältig zusammengestelltes Angebot an Ferienhäusern, Chalets und Gruppenunterkünften in ganz Österreich. Ob zu zweit oder mit einer Gruppe von bis zu 50 Personen – bei uns finden Sie die passende Unterkunft.
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